Blick in die Zukunft: Adobe CS5, das Adobe Linsensystem und die Adobe-Kamera
Kaum ist die CS 4 von Adobe erschienen lohnt sich auch schon ein Blick in die Zukunft. Adobe betreibt schon seit Jahren umfangreiche Grundlagenforschung im Bereich Computational Photography. Die Folge: die Imaging-Software des Unternehmens entwickelt sich um ein mehrfaches schneller als die Hardware- und Digitalkamera-Entwicklung. Das machte Adobe nun mit einigen bahnbrechenden Entwicklungen ändern, die direkt in die zukünftige Adobe CS5-Version einfliessen könnten.
Adobe begreift dabei den Prozess des Photographierens ganzheitlich – von der Aufnahme beginnend über die Bildverarbeitung bis zur Ausgabe. Denn wenn das Photo erst einmal im Kasten ist, ist es (trotz des gekonnten Einsatzes von Photoshops) leider oft schon zu spät.
Daher engagiert sich Adobe überraschenderweise in der Entwicklung von Hardware und einem revolutionären Linsensystem. Adobe spricht dabei natürlich nicht von einer Adobe Kamera, legt aber die Grundlagen für ein vollkommen neues Kamerasystem, das auf einer weitreichenden Integration von Soft- und Hardware beruht.
Adobes Konzept basiert dabei u.a. auf MIT-Forschungsergebnissen und den Arbeiten eines Astrophysikers, der ein auf 20 Einzellinsen-basierendes Linsensystem zu Hause in der Garage entwickelt hat. Der Vorteil des Systems: die Schärfenebene kann mittels Adobes Softwareprodukten (wie z.B. einem potenziellen Focus-Werkzeug im kommenden Adobes CS5) frei gewählt werden, da aus 20 minimal voneinander abweichenden Perspektiven ein einziges Digitalfoto erstellt wird.
Diese Art des Digitalfotos ist “tiefer” statt “größer” und widerspricht vollkommen der derzeit vorherrschenden Philosophie des Pixel-Wettrüstens. Adobe setzt statt schierer Quantität auf Intelligenz – und führt damit Algorithmen, Patente und Technologien in die Branche ein, die durchaus das Potenzial haben, die digitale Photographie zu revolutionieren.
Denn Adobe hat noch mehr im Köcher: so ist dank der regen Forschung & Entwicklung des Unternehmens mit ganz neuen Funktionen im zukünftigen CS5 zu rechnen wie z.B. der Verarbeitung von Gigapixel-Photos oder vollkommen neuer Stempel-Werkzeuge.
Im Ergebnis hat Adobe einige sehr spannende Funktionen für die kommenden CS-Versionen in petto: die Endkonsumenten-Anwendungen sind jetzt schon zu erahnen. Die Zahl mißglückter Photos wird abnehmen, den sowohl in Sachen Schärfe wie auch bei der Wahl des Bildausschnitts wird Adobe alles tun, um das Leben des Photographens leichter zu machen.
Auch die Arbeit des städig unter Zeitdruck stehenden Profis, der mit einem Photo direkt mehrere Perspektiven einfangen kann, die Schärfeebene nachträglich varieren und Personen hinzufügen oder entfernen kann. In einem Bruchteil der Zeit, die er heute benötigt.
Doch “there is one more thing”: Adobes Linsensystem könnte als Low-cost-Variante ins Handy Einzug halten und dort in einer sehr kompakten Variante (als flüssige Linse) seine “bilder-heilende” Wirkung entfalten. Adobes CS5 oder CS6 könnte z.B. im Handy der Zukunft zum Standard werden.
Die ersten Gespräche über den Einsatz von Adobes Technologien mit Kameraherstellern laufen übrigens bereits und auf der photokina 2010 könnte es bereits erste “Adobe-System-kompatible” Kameras und Objektive zu sehen geben.








